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rk3002 > Aktuelles > Presse > View > 2010 > 007 - Baum begräbt Forstarbeiter unter sich

2010 007 - Baum begräbt Forstarbeiter unter sich

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Ein Forstarbeiter mit seiner persönlichen Schutzausrüstung bei der Arbeit. Nur mit einer derartigen Ausstattung lassen sich schwere Verletzungen vermeiden.

Pressemeldung


Purkersdorf, 15.02.2010 - Dass das Arbeiten im Wald zu den gefährlichsten Tätigkeiten gehört hat ein Arbeitsunfall am Dienstag, den 09.02., eindrucksvoll bewiesen. In einem Waldstück im Bereich des Allhang in Gablitz waren Forstarbeiter gerade bei ihrer Arbeit, als einer von ihnen plötzlich unter einem umstürzenden Baum regelrecht begraben und im Bereich der Beine eingeklemmt wurde.

Wenig später wurden Rettungsteams des Roten Kreuzes über 144 NOTRUF Niederösterreich alarmiert, um den schwer verletzten Arbeiter notfallmedizinisch zu versorgen und mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren Mauerbach und Gablitz zu bergen und abzutransportieren. Die Bergung stellte sich als sehr kompliziert heraus und verlangte von den Einsatzkräften vollste Konzentration. Die Situation war auch psychisch sehr fordernd, da einerseits unter Zeitdruck rasch gearbeitet werden musste, während andererseits mit höchster Sorgfalt vorgegangen werden sollte, um eine weitere Gefährdung des eingeklemmten Arbeiters zu verhindern.

Mittels dem Einsatz so genannter Hebekissen konnte der Baumstamm letztlich so angehoben werden, dass eine Bergung des Arbeiters möglich wurde. Um einen möglichst schonenden Abtransport in ein Krankenhaus zu ermöglichen, wurde der Patient mit dem Notarzthubschrauber C9 in ein Krankenhaus abtransportiert.

Laut Informationen der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt leben Forstarbeiter mit einer Rate von rund 92 Unfällen auf 1.000 Beschäftigte mit der dritthöchsten Verletzungsgefahr. Ein hoher Prozentsatz der Verletzungen wird durch das Tragen eines Schutzhelmes mit Gesichts- und Gehörschutz, Schutzhandschuhen, der Schnittschutzhose sowie Sicherheitsschuhen verhindert. Während im Österreich Durchschnitt 1,07 Prozent der Unfälle in der Land- und Forstwirtschaft tödlich verlaufen, sind es in Niederösterreich nur 0,34 Prozent.

Der AUVA Unfallverhütungsdienst (Allgemeine Unfallversicherung) rät zu folgenden Sicherheitsmaßnahmen, um das Risiko eines Arbeitsunfalles zu verringern:

- Verwenden bester persönlicher Schutzausrüstung (PSA),

- Mit größtmöglicher Vorsicht und Umsicht arbeiten,

- Eine qualifizierte Schulung oder Ausbildung in einer forstlichen Ausbildungsstätte absolvieren

- Nur bestens gewartetes technisches Gerät verwenden,

- Wenn möglich, nicht alleine arbeiten

- Bei Alleinarbeit, Kontrolle durch Dritte organisieren oder

  Einsatz technischer Hilfe.

 

144 NOTRUF Niederösterreich

Freiwillige Feuerwehr Gablitz

Freiwillige Feuerwehr Mauerbach

ÖAMTC - Notarzthubschrauber C9

Polizeiinspektion Gablitz

 

REDAKTEUR: CLEMENS LIEHR





Fotos (c) Glazmaier, Lebensministerium


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