Purkersdorf, 09.06.2008 - Aufgrund eines Streites und nach Androhung ihres Selbstmordes, war am Sonntag in Lichtenwörth bei Wr. Neustadt ein 15jähriges Mädchen von daheim davongelaufen. Nach vergeblicher Suche der Eltern nach ihrer Tochter verständigten diese die Freiwillige Feuerwehr Lichtenwörth und über "144 Notruf Niederösterreich" die Suchhundestaffeln des Roten Kreuzes. Sofort wurden alle Suchhundestaffeln des niederösterreichischen Roten Kreuzes alarmiert, die gegen 22:40 in enger Abstimmung mit den Kräften der Feuerwehr und der Polizei die Suche begannen. Suchhunde eignen sich durch ihren ausgeprägten Geruchssinn ganz besonders bei flächig ausgedehnten Sucheinsätzen, da mit ihrer Unterstützung große Gebiete schnell und effizient abgesucht werden können. Nach einigen Stunden konnte schließlich Entwarnung gegeben werden, da die 15jährige beim Haus ihrer Eltern auftauchte. Da sie erschöpft war und sich am Fuß verletzt hatte wurde sie von den Einsatzkräften medizinisch versorgt und psychologisch betreut.
Das Rote Kreuz war mit insgesamt 18 ehrenamtlichen Einsatzkräften und 13 Suchhunden am Einsatz beteiligt. Neben der Suchhundestaffel Purkersdorf waren auch die Staffeln Gänserndorf, Neunkirchen und Wiener Neustadt am Einsatz involviert und stellten einmal mehr ihre Schlagkraft unter Beweis.
Seit 1999 gibt es an der Bezirksstelle Purkersdorf-Gablitz eine eigene Suchhundestaffel, deren Arbeit sich auf die so genannte Flächensuche und auf die Trümmersuche konzentriert. Unter Flächensuche versteht man, dass eine oder mehrere Personen in einem einzugrenzenden, offenem Gebiet vermutet werden und dieses Gebiet systematisch abgesucht wird. Die Trümmersuche hat hingegen zum Ziel verschüttete Personen zu lokalisieren und den Bergungsmannschaften die Fundstelle anzuzeigen.
[Suchhundestaffel Rotes Kreuz Purkersdorf-Gablitz]