Purkersdorf, 26.11.2008 - Man kennt die Situation: Es läutet an der Haustür, freundliche Menschen bitten um Geld für verschiedenste Projekte. Immer wieder kommt es dabei auch vor – eine Häufung der Fälle wurden zuletzt in Niederösterreich registriert – dass für „die Rettung“ Geld gesammelt wird. Dabei wird vom Rettungsdienst ebenso gesprochen, wie auch von der Flugrettung (Hubschrauber).
Es handelt sich hierbei NICHT um das Rote Kreuz, sondern um andere – meist professionelle – Spendensammler, die sich bewusst ähnlich kleiden und die immer wieder die Leistungen des Roten Kreuzes in der Region für ihre Tasche nutzen wollen. Sie spekulieren bewusst damit, dass Sie für Rot-Kreuz-Mitarbeiter gehalten werden, um so die herausragenden Leistungen des Roten Kreuzes für sich zu nutzen.
Rot-Kreuz-Mitarbeiter -und Mitarbeiterinnen sind immer in Uniform unterwegs und tragen stets auch einen Dienstausweis bei sich. Darüber hinaus werden Rot-Kreuz-Sammelaktionen immer medial angekündigt. Sollte es Zweifel bei einem Spendensammler geben, kann man sich einen Ausweis zeigen lassen und kann nach einer Kontaktperson beim Roten Kreuz fragen. Eine Ausnahme stellen Sammlungen dar, die über Schulen organisiert und von Schülerinnen und Schülern durchgeführt werden. Auch sie sollten über ein Schriftstück verfügen, das sie als zum Sammeln berechtigt ausweist.
Einzig das Rote Kreuz ist flächendeckend und rund um die Uhr in Niederösterreich für die Bevölkerung im Einsatz. Das Rote Kreuz ist in den verschiedensten Bereichen tätig, die weit über den Rettungs- und Krankentransport hinausgehen, beispielsweise im sozialen Bereich und in der Katastrophenhilfe.
Leider ist durch den gemeinsamen Bezug auf den Rettungsdienst oftmals nicht klar, welche Organisation gerade Spenden sammelt. So werden jetzt wieder vermehrte Anrufe von Spendern registriert, die das Rote Kreuz unterstützen wollen und durch die Aktion irrtümlich bei der anderen Rettungsorganisation einen Vertrag eingegangen sind.
In solchen Fällen ist eine Vertragsstornierung, wenn vom Spender gewünscht, einfach durchzuführen. Es genügt, wenn man der Rettungsorganisation einen Brief oder ein Email mit dem Kündigungswunsch schreibt und dabei die vollständige Adresse (eventuell auch Mitgliedsnummer) angibt. Eingezahlte Beträge können innerhalb von 42 Tagen bei der Bank wieder eingefordert werden.
Bei Fragen oder Erfahrung hinsichtlich ähnlicher Vorkommnisse steht das Rote Kreuz Purkersdorf-Gablitz unter 059144 + IhrePLZ gerne zur Verfügung.